Unsere 52-tägige Kreuzfahrt begann in Barbados, wo wir an Bord gingen. Von dort aus ging es in den Amazonas bis Belem. Über Natal, Recife, Maceio, Salvadore Bahia, erreichten wir Rio de Janeiro. Nach der Atlantiküberquerung empfing uns in Namibia die Hafenstadt Walvis Bay. Über Lüderitz, Kapstadt, Mossel Bay, Port Elisabeth, Richards Bay steuerten wir die letzte Stadt im südlichen Afrika an: Durban. Die Weiterfahrt führte ins südliche Madagaskar. Der Zyklon "Iwan" drohte uns. Darum ging es direkt weiter nach Reunion und Mauritius. Von dort erreichten wir Antsiranana und Nosy be in Madagaskar. Die Komoren mit Moroni und Mayotte wurden besucht, ehe wir auf den Sychellen in Victoria auf Mahe von Bord gingen.

Sohn Rainer brachte uns und 77 kg Gepäck zum Flughafen Düsseldorf

Auf zur Äquatortaufe

Der Amazonas beeindruckt

Belem, die Stadt am Amazonas

Ausflug am Amazonas in den Regenwald

Von den 52 Tagen die wir auf dem Schiff verbrachten, waren 19 Seetage.Diese Tage wurden intensiv genutzt zu vielen Dingen die da zur Verfügung standen. Sonnen, Shuffleboard, Rommeé spielen, Lesen, Unterhalten, eMails schreiben, Seele baumeln lassen und dabei den Service genießen.

Am 11. Januar erreichen wir Natal. Auf dem Programm steht: "Dünen und Strände mit dem Buggys unterwegs" Es war wieder einmal einmalig schön. 5 Stunden dauerte der Ausflug. Die Buggys "flogen" über die Dünen. Dann wurde eine kurze Pause eingelegt. Man konnte im Ocean baden. Weiter gings. Wieder Rast. Es gab als Getränk einen Hula-Hula.

Wir erreichen Recife, auch das "brasilianische Venedig" genannt. Hat aber mit dem Venedig der Alten Welt, wenig gemeinsam. Zeugen einer bewegten Vergangenheit sind die 62 Kirchen

Ein Wort zum Essen. Die Küche war hervorragend, zu vergleichen mit einem 2-Sterne Restaurant. Aber dadurch bestand auch die Gefahr, mehr zu essen, als notwendig. Wir hielten es so: Zum Frühstück nur eine Schale Obstsalat, immer von frischem Obst. Um 11:00 Uhr gab es eine Boullion. Zum Mittag aß Ines nichts. Ich holte mir immer einen Teller Salat. Jeder ein Glas Weißwein und eine Flasche Wasser. Um 16:00 Uhr gab es Kaffee und Eis. Wir enthielten uns und kamen kein einziges Mal in Versuchung. Dafür pflegten wir aber das Abendessen. Ines 2 Gänge, ich 3 - bis 5 Gänge. Wobei Kohlehydrate wie Kartoffeln, Reis und Nudeln nicht gegessen wurden. Dazu Wein und Wasser. Zum Abschluss immer ein Espresso. Der Abend klang dann aus in der Lounge an der Bar.

Am 13. Januar erreichen wir Maceio. Auf dem Tagesplan steht eine Bootsfahrt zur Mundau-Lagune. Dort haben wir das erste mal die "Milch" der Kokusnuss getrunken

Salvador da Bahia ist bekannt für seine Ober- und Unterstadt und seinen 365 Kirchen, wovon wir 4 besuchten. In einer Stadtrundfahrt lernten wir die Schönheiten dieser Stadt kennen. Am Nachmittag hatten wir eine Schonerfahrt gebucht. Der "Bootsbarkeeper" Joe mixte uns fleißig Caipirinha in einem kleinem Eimer mit braunem Zucker, 10 Limetten und einer ganzen Flasche Rum.

Heute ist Seetag. Töpel begleiten uns auf dem Kurs nach Rio. 11:30 Uhr ist Frühschoppen angesagt. Da es keinen Wein am Pool gibt, trinkt Pietschmann nach langer Zeit mal wieder Bier

17. Januar. Heute ist Frühaufstehen angesagt. Um 05:00 Uhr sind wir auf Deck. Einfahrt in die Bucht von Rio de Janeiro. Einmalig!

Besuch bei Stern. Weltweiter Juwelier, hat in Rio seinen Hauptsitz. Ines Kauft eine wunderschöne Uhr. Wir lernen Esther kennen. Ein Verkaufsgenie. Stern stellt uns großzügiger Weise einen PKW mit Fahrer und eine deutschsprechende Reiseleiterin namens Amanda, zur Verfügung. Sie bringt uns auf den Corcovado und zu Oro Verde, wo wir 1979 unseren ersten Caipirinha getrunken haben

Am 18. Januar überraschte uns die Einladung zum Willkommabendessen am Kapitänstisch

Am 19.Januar überraschte mich an einem lauen Abend um 23:00 Uhr Puzzelchen mit einer Flasche Champagne Veuve Clicquot. Sie wird wohl einen Grund gehabt haben!

Die Atlantiküberquerung dauerte 8 Tage. Da wir nur schönes Wetter hatten, war es eine Freude die Tage zu nutzen: Rommeé, Friseur, Vorführung in der Lounge, Gespräche mit Kapitän Behrens, die Bar bevölkern usw.

Am 5. Tag der Atlantiküberquerung stand im Tagesprogramm: Offiziers-Dinner und Crew-Abend. Eine tolle Idee. An diesem Abend servierten die Schiffsoffiziere unterstüzt vom Service-Team. Bei uns servierte Hoteldirektor Thomas Haas. Den Abend auf der Bühne gestaltete die Crew. Es war ein gelungener Abend. Aus diesem Anlass trugen wir beide oben blau, unten weiss.

Das Service-Team der Columbus war sehr auf einander eingespielt, war sehr freundlich und hilfsbereit und ganz, ganz lieb. Am Ende der Reise kannte man alle mit Namen.

Am 26. Januar erreichen wir Walfish Bay in Namibia. Namibia war zur Zeit des Kaiserreiches Deutsch-West-Afrika. Noch heute weisen viele Spuren auf die ehemaligen Besitztümer. Wir fahren mit Taxi in den kleinen Ort. Finden ein Hotel mit Bar. Ich nehme eine kleine Auszeit.

Lüderitz, ein kleiner, verschlafener, deutsch geprägter Ort. Die Einwohner sprechen ein reines Hochdeutsch. Einmal im Monat legt ein Kreuzfahrtschiff an. Dann werden auch sonntags die Läden geöffnet

Am 28. Januar sollten wir in den Hafen von Kapstadt einlaufen. Auf der Fahrt von Lüderitz nach Kapstadt hatten wir schon schwere See. Die Dünung betrug 4 m. Im Hafen von Kapstadt herrschte Seestärke 12. Eine schmale Einfahrt in den Hafen machte daher das Einlaufen unmöglich. Es war eine unruhige Nacht. Am nächsten Morgen hatte sich der Wind weitgehend gelegt. Es folgte ein Ausflug "Küstenfahrt zu den 12 Aposteln". Den Nachmittag unternahmen wir auf eigene Faust. Mit dem Taxi zum Tafelberg. Bei einer herrlichen Sicht und nur wenigen Besuchern, auf dem Tafelberg spazieren gegangen. Waterfront lud zum Shopping ein.

Am 30. Januar war ein Hubschrauberflug zum Kap der guten Hoffnung angesagt. Um 12:30 Uhr legt die Columbus ab, vorbei am Kap und nimmt Kurs auf Mossel Bay

Von Mossel Bay, entlang der entäuschenden Gartenroute, nach nach Knysna. Dort mit einen Schaufelraddampfer in die Lagune

Den nächsten Hafen laufen wir am 01. Februar an. Es ist Port Elisabeth. Von dort unternehmen wir eine 2-Tagessafarie in die Shamwari Lodge. Die Lodge ist mit einem nicht für möglich gehaltene Luxus ausgstattet. Es stehen 2 Safaries auf dem Programm. Die eine beginnt am Nachmittag des ersten Tages, die Zweite am nächsten Morgen um 05:00 Uhr.

Der nächste Morgen

Wieder auf See

Von Richards Bay unternehmen wir wieder eine 2-Tagessafarie. Diesmal geht es mit Jeeps und einem Tier-Beobachter-Ranger in die Wildnis. Der Höhepunkt war ein Gepard, der, wie bestellt uns sich darbot.

Am 06. Februar erreichen wir Durban. Der dritte Teilabschnitt geht zu Ende. Mit einem Taxi fahren wir in das Hotel Maharani, in welchem wir vor 30 Jahren gewohnt haben. Es ist noch wie früher. Nur der Aussenaufzug, damals eine Sensation, ist stillgelegt. Der Innenaufzug fährt uns auf das Dach, wo wir die Anlage mit Swimmingpool in einem sehr gepflegten Zustand vorfinden.
Am Nachmittag besuchen wir ein Zuludorf.

Von Richards Bay umternahmen wir eine Bootsfahrt zur Lagune St. Lucia

Der Ausflug heute führte uns zu dem Vulkan "Piton de la Fournaise". Die Fahrt dorthin war sehr schön. Vom Vulkan selbst konnten wir nichts sehen. Er lag im dichten Nebel.Zum Mittagessen bekamen wir im Restaurant "le Panoramic" kreolische Küche.

In Durban hat Kapitänswechsel stattgefunden. Der neue Kapitän heisst Daniel Beissel. Der Zyklon "Iwan" machte ihm zu schaffen. Deshalb musste die Abfahrzeit in Mauritius am 13. Februar auf 13:00 Uhr reduziert werden. Wir stornierten unseren gebuchten Ausflug und fuhren mit einem Wassertaxi an die "Waterfront"

Ein Zusammenstoß mit Kati! Dabei flossen 2 Glas Orangensaft über mein Haupt.

Am 15. Februar erreichen wir Antsiranana auf Madagaskar. Wir machten mit 10 Kleinbussen einen Ausflug in den Naturpark "Domaine de Fontenay". Viele Chamäleons, Geckos und Schildkröten kamen uns zu Gesicht. Die Vegitation war unbeschreiblich vielseitig

Am 16. Februar fahren wir mit Schnellbooten nach Nosy-Komba /Madagaska. Die Einwohner dieser Insel sind sehr freundlich,aber auch entwickelungsbedürftig. Leider haben wir das vorher nicht gewußt. Gerade die Kinder boten uns Gesang und Tänze. An Bord hatten wir viel Schokolade, die wir gern verteilt hätten.

Am 17. Februar erreichen wir die Komoren. Mit dem Tender geht es nach Moroni. Hier herrscht eine stark zurückgebliebene Zivilisation. 97% der Bevölkerung, sind Islamisten. Viele zerfallene Häuser, halb fertig gebaute Häuser. Es sieht schlimm aus. Aber eine reichhaltige Vegetation. Es gibt hier: Banane, Kakao, Mango, Vanille, Kaffee, Ananas und vieles mehr.

18. Februar. Mit dem Tender nach Mayotte. Auch eine Insel der Komoren. Hier wohnen auch zum größten Teil Islamisten. Aber als einzige Insel unter französischer Verwaltung. Im Gegensatz zu Moroni eine andere Welt. Offener, sauberer.

Am 19. Februar haben wir den letzten "Frühschoppen"!

......und abends!

Am 21. Februar lagen wir vor Praslin / Sychellen auf Reede. Der Tender brachte uns nach Praslin. Von dort aus mit einem Katamaran auf die Insel La Digue. Auf der Insel war das einzige Fortbewegungsmittel, der Ochsenkarren oder das Fahrrad. Der Strand Anse Source d'Argent bot weißen Sand und glasklares Wasser und riesige Granitformationen.

Die letzte Nacht auf dem Schiff naht. Die Koffer stehen vor der Kabinentüre. Am 22.Februar erfolgt die Ausschiffung. Wir beziehen das Strandhotel "Berjaya Beau Vallon Bay"und haben noch 11 Stunden Zeit zum Entspannen. Am 23. Februar um 01:15 Uhr fliegen wir mit Emirates über Dubai nach Düsseldorf.

ENDE

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